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Das Artwork direkt auf der echten Stanzkontur gestalten
Ratgeber / JETDIELINE
Drucken und Stanzen haben Toleranzen. Anschnitt und Sicherheitsabstand sorgen dafür, dass eine kleine Verschiebung weder unbedruckte Kanten noch angeschnittene Texte erzeugt.
Anschnitt, auch Beschnitt genannt, ist der Bereich, in dem das Druckbild über die Schnittkante hinausläuft. Er gleicht aus, dass Druck und Stanzung nie exakt deckungsgleich liegen. Fehlt der Anschnitt, zeigt sich an der Kante ein Streifen unbedruckten Kartons, ein sogenannter Blitzer. Flächen, Bilder und Muster, die bis an die Kante reichen sollen, ziehst du deshalb über die Schnittlinie hinaus. Wie breit der Anschnitt sein muss, gibt deine Druckerei vor. Der Wert hängt von Druckverfahren und Material ab.
Der Sicherheitsabstand ist der Abstand, den wichtige Inhalte von Schnittkanten und Rillungen halten. Dazu zählen Texte, Logos, Pflichtangaben und Codes. Verschiebt sich die Stanzung leicht, bleibt der Inhalt vollständig auf seiner Fläche. Ein Text direkt an der Kante wirkt sonst angeschnitten oder wandert um die Rillung auf die Nachbarfläche. Auch diesen Wert nennt dir die Druckerei. Er hängt vom Material und vom Verfahren ab. Grobe Verfahren wie der Flexodruck direkt auf Wellpappe brauchen mehr Abstand als der Offsetdruck auf Karton.
Eine Verpackung hat mehr Kanten als ein Flyer. Jede Fläche grenzt an Schnittkanten, Rillungen oder Laschen. An einer Rillung endet kein Karton, aber eine Seite der Schachtel. Ein Farbwechsel genau auf der Rillung wird schon bei kleiner Verschiebung auf der Nachbarfläche sichtbar. Lass Hintergründe deshalb bewusst um die Kante laufen oder halte Abstand. Auf Klebeflächen können Farbe und Lack die Verklebung stören. Welche Bereiche frei bleiben müssen, klärst du mit der Druckerei.
Ein häufiger Fehler ist ein Hintergrund, der genau an der Schnittlinie endet. Ebenso häufig sitzen Texte zu nah an einer Rillung oder an der Einstecklasche. Rahmen parallel zur Kante sind heikel, weil schon eine kleine Verschiebung sie sichtbar ungleich macht. Bilder im Anschnitt brauchen genug Motiv, denn ein gestreckter oder gespiegelter Rand fällt auf. Prüfe außerdem Fenster und Ausstanzungen. Auch sie sind Schnittkanten und brauchen Anschnitt und Abstand.
In JetDieline liegt das Artwork auf der echten Dieline. Die Druckdatenprüfung achtet auf Anschnitt und Sicherheitsabstand und nennt die betroffene Stelle. Sie zeigt auch, wenn etwas zu nah an einer Rillung oder auf der Klebelasche liegt. Die Grenzwerte passt du an die Angaben deiner Druckerei an. Das Artwork-PDF enthält den Anschnitt, aber keine Stanzkontur. Eine unauffällige Prüfung ersetzt weder den Preflight der Druckerei noch deren Freigabe.
Das legt die Druckerei fest. Der Wert hängt von Druckverfahren, Material und Stanzung ab. Frage nach dem Maßblatt oder den Datenanforderungen, bevor du das Artwork anlegst.
Ja. An einer Rillung endet eine Seite der Schachtel. Inhalte, die zu nah an der Rillung liegen, können auf die Nachbarfläche wandern oder im Falz schlecht lesbar sein.
Das Artwork direkt auf der echten Stanzkontur gestalten
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Dateien, die deine Druckerei nachvollziehen kann
Die Maße einer Faltschachtel beginnen beim Produkt, nicht bei der Schachtel.
Drei Maße beschreiben dieselbe Schachtel und ergeben trotzdem unterschiedliche Zahlen.
Eine Verpackung braucht zwei Arten von Daten: das Druckbild und die Stanzkontur.
Karton und Wellpappe verhalten sich nicht in jede Richtung gleich.
Ein Barcode muss an der Kasse beim ersten Versuch lesbar sein.
Mit JetDieline wählst du eine passende Vorlage, passt ihre Größe an und setzt Text, Logo und Bilder direkt auf die Verpackung.
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