Export und Übergabe
Dateien, die deine Druckerei nachvollziehen kann
Ratgeber / JETDIELINE
Eine Verpackung braucht zwei Arten von Daten: das Druckbild und die Stanzkontur. Wenn du beide sauber trennst, kann die Druckerei drucken und stanzen, ohne die Dateien erst auseinandernehmen zu müssen.
Das Artwork ist alles, was gedruckt wird: Farben, Bilder und Texte. Die Stanzkontur, auch Dieline genannt, beschreibt Schnitt-, Rill- und Perforationslinien. Sie steuert Stanzform oder Schneidetisch und wird nicht gedruckt. Gelangt die Kontur als druckende Linie ins Druckbild, erscheint sie auf der fertigen Schachtel. Deshalb gehen beide getrennt in die Produktion: als getrennte Dateien oder als klar getrennte Ebenen. Welche Form deine Druckerei erwartet, klärst du vorab.
Lege Farben so an, wie sie gedruckt werden: als CMYK oder als benannte Sonderfarbe. Bilder brauchen eine Auflösung, die zum Druckverfahren passt. Der Offsetdruck verlangt mehr als der Flexodruck direkt auf Wellpappe. Schriften bettest du ein oder wandelst sie nach Vorgabe in Pfade um. Hintergründe ziehst du in den Anschnitt, wichtige Inhalte halten Sicherheitsabstand. Farbprofil, PDF-Standard und Anschnitt gibt die Druckerei vor. Die Darstellung am Bildschirm ist nicht farbverbindlich. Dafür brauchst du einen Proof oder einen Andruck.
In der Stanzkontur muss jede Linienart erkennbar sein. Schnitt, Rillung und Perforation liegen auf eigenen Ebenen oder tragen eigene, benannte Farben. Soll die Kontur in derselben PDF liegen wie das Artwork, wird sie üblicherweise als eigene Sonderfarbe angelegt, die überdruckt. So spart sie im Druckbild nichts aus. PDF, SVG und DXF dienen verschiedenen Übergabewegen. Welches Format passt, hängt vom Zielsystem ab. Kläre Linienarten, Einheiten und Ebenen mit der Druckerei oder dem Betreiber des Schneidetischs.
Partieller Lack, Heißfolie und Prägung sind keine Druckfarben. Sie liegen als eigene Auszüge vor, damit die Druckerei Farbe und Veredelung unterscheiden kann. Eine kombinierte Vorschau aus Artwork und Kontur hilft bei der Abstimmung. Sie ist keine Druckdatei und sollte so gekennzeichnet sein. Nenne zu jeder Lieferung die Maße mit Maßbezug, das Material und den Stand der Dateien. Alle Dokumente müssen denselben Projektstand beschreiben. Sonst wird ein älterer Bericht versehentlich zur Grundlage neuer Dateien.
JetDieline exportiert das Artwork als PDF und die Stanzkontur als eigene Datei in PDF, SVG oder DXF. Schnitt-, Rill- und Perforationslinien sind getrennt und eindeutig benannt. Zusätzlich gibt es eine kombinierte PDF für die Druckerei und PDF/X-4 mit eigenem ICC-Profil. Ein Prüfbericht und ein Export-Manifest halten Befunde, Maße und Dateien fest. Ein Anfragepaket fasst alles in einem ZIP-Archiv zusammen. Den Versand übernimmst du selbst. Die Freigabe erteilt deine Druckerei.
Nur wenn deine Druckerei das so verlangt und die Kontur als eigene, überdruckende Sonderfarbe oder als eigene Ebene angelegt ist. Im Zweifel lieferst du Artwork und Kontur als getrennte Dateien.
Für das Druckbild ist PDF üblich, oft in einem PDF/X-Standard. Für die Kontur kommen PDF, SVG oder DXF infrage. Verbindlich sind die Datenanforderungen deiner Druckerei.
Dateien, die deine Druckerei nachvollziehen kann
Das Artwork direkt auf der echten Stanzkontur gestalten
Probleme sehen, bevor du Dateien weitergibst
Die Maße einer Faltschachtel beginnen beim Produkt, nicht bei der Schachtel.
Drei Maße beschreiben dieselbe Schachtel und ergeben trotzdem unterschiedliche Zahlen.
Drucken und Stanzen haben Toleranzen.
Karton und Wellpappe verhalten sich nicht in jede Richtung gleich.
Ein Barcode muss an der Kasse beim ersten Versuch lesbar sein.
Mit JetDieline wählst du eine passende Vorlage, passt ihre Größe an und setzt Text, Logo und Bilder direkt auf die Verpackung.
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