Nutzen und Kosten
Sehen, wie viele Zuschnitte auf einen Bogen passen
Ratgeber / JETDIELINE
Karton und Wellpappe verhalten sich nicht in jede Richtung gleich. Die Laufrichtung der Fasern und die Richtung der Welle beeinflussen, wie stabil eine Verpackung ist und wie sie faltet.
Bei der Herstellung richten sich die Fasern von Papier und Karton überwiegend in Laufrichtung der Papiermaschine aus. Diese Richtung heißt Laufrichtung oder Faserrichtung. In Laufrichtung ist Karton biegesteifer als quer dazu. Eine Falzlinie parallel zur Laufrichtung lässt sich deshalb leichter falten als eine quer dazu. Bei Feuchtigkeit dehnt sich Karton quer zur Laufrichtung stärker aus. Bei Bogenware geben die Begriffe Schmalbahn und Breitbahn an, ob die Fasern parallel zur langen oder zur kurzen Bogenseite liegen.
Die Laufrichtung beeinflusst, wie sauber Rillungen falten und wie stark sich Seitenflächen wölben. Sie wirkt sich auch darauf aus, wie gut sich eine Schachtel aufrichten und befüllen lässt. Eine Schachtel hat Rillungen in beide Richtungen. Keine Laufrichtung ist deshalb für alle Rillungen ideal, und die Wahl ist eine Abwägung. Welche Richtung für deine Konstruktion gilt, legt die Druckerei fest. Halte sie in der Anfrage und in der Zeichnung fest, statt sie dem Zufall zu überlassen.
Wellpappe besteht aus Außendecke, Welle und Innendecke. Die Wellenrichtung ist die Richtung, in der die Wellen verlaufen. Stehen die Wellen senkrecht, trägt ein Karton im Stapel mehr Last. Deshalb liegt die Wellenrichtung bei Versandkartons meist parallel zur Höhe. Parallel zur Welle faltet Wellpappe anders als quer dazu. Die Zugaben und Kürzungen für das Falten sind größer als bei Karton und hängen von der Richtung ab. Im Direktdruck kann sich die Welle außerdem im Druckbild abzeichnen.
Die Richtung begrenzt, wie Zuschnitte auf dem Bogen liegen dürfen. Ein gedrehter Nutzen bringt oft mehr Zuschnitte auf denselben Bogen. Dreht er sich um 90 Grad, liegt aber auch die Laufrichtung in der fertigen Schachtel anders. Sollen alle Schachteln gleich falten und gleich stabil sein, brauchen alle Nutzen dieselbe Richtung. Das kann mehr Material kosten. Die endgültige Belegung legt die Druckerei fest, weil sie Maschine, Werkzeug und Bogenformat kennt.
In JetDieline gehört die Laufrichtung zum Materialprofil, zusammen mit Dicke, Mindestwerten und Rillkompensation. Die Zugaben und Kürzungen hängen auch von der Lauf- oder Wellenrichtung ab. Die Bogenbelegung berücksichtigt Abstände, Greiferrand und Laufrichtung. Mitgelieferte Profile sind Startwerte. Verlässlich werden sie erst, wenn du einen Testkörper aus deinem Material baust und nachmisst. Wechselst du das Material oder die Richtung, prüfe das Profil erneut, statt die bisherigen Werte ungeprüft zu übernehmen.
Biege einen Bogen vorsichtig in beide Richtungen. In einer Richtung gibt er leichter nach, dann liegt die Biegeachse parallel zur Laufrichtung. Verbindlich ist die Angabe des Herstellers oder deiner Druckerei.
Nein. Bei Versandkartons ist das üblich, weil senkrechte Wellen die Stapellast tragen. Trays, Displays und Einlagen können andere Anforderungen haben. Die Entscheidung trifft der Verpackungshersteller.
Sehen, wie viele Zuschnitte auf einen Bogen passen
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Die passende Verpackungsform finden und auf dein Produkt einstellen
Die Maße einer Faltschachtel beginnen beim Produkt, nicht bei der Schachtel.
Drei Maße beschreiben dieselbe Schachtel und ergeben trotzdem unterschiedliche Zahlen.
Drucken und Stanzen haben Toleranzen.
Eine Verpackung braucht zwei Arten von Daten: das Druckbild und die Stanzkontur.
Ein Barcode muss an der Kasse beim ersten Versuch lesbar sein.
Mit JetDieline wählst du eine passende Vorlage, passt ihre Größe an und setzt Text, Logo und Bilder direkt auf die Verpackung.
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